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Feature Artikel
Der Erfolg steht ins Gesicht geschrieben
(wissenschaft.de vom 14.01.2008)
Studie: Am Aussehen von Führungskräften lässt sich die finanzielle Lage der Unternehmen erkennen Der finanzielle Erfolg eines Unternehmens spiegelt sich auch in dem Eindruck wider, den das Aussehen des Vorstandsvorsitzenden auf Außenstehende macht. Die Chefs erfolgreicher Firmen strahlen mehr
Kompetenz, Dominanz, Reife, Sympathie und Vertrauenswürdigkeit aus als die Leiter weniger gut florierender Unternehmen. Das schließen Forscher aus einer Studie mit Studenten, die Fotos von 50
amerikanischen Firmenchefs beurteilen mussten, ohne zu wissen, um wen es sich dabei handelte. Dabei ergab sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen den Gesichtszügen der Firmenchefs und dem Erfolg
des Unternehmens, berichten Nicholas Rule und Nalini Ambady von der Tufts University in Medford. Ohne die Personen auf den Fotos oder ihren Beruf zu kennen, sollten 65 weibliche und 35 männliche Studenten die Führungsqualitäten der dargestellten Menschen beurteilen. Tatsächlich konnten die
Studienteilnehmer nur durch diesen subjektiven Eindruck erfolgreiche von weniger erfolgreichen Managern unterscheiden. Die Probanden ordneten das zugehörige Unternehmen in fast allen Fällen richtig
bei den besten oder den schlechtesten 25 Unternehmen der Fortune-Liste ein, die die der 1.000 erfolgreichsten amerikanische Firmen umfasst.
Die Psychologen waren über dieses klare Ergebnis ihrer eigenen Studie erstaunt, da sich die Vorstandsvorsitzenden in ihrem Aussehen stark ähnelten: Alle waren männlich, weiß und ungefähr im gleichen
Alter. Auf den Bildern wurde dazu nur das ausgeschnittene Gesicht gezeigt, in einheitlicher Größe und in Graustufen. Die Studenten können sich in ihrer Beurteilung nur von den Gesichtern haben leiten
lassen, was für die Forscher die Frage aufwirft, ob Manager in Zukunft möglicherweise besser von uninformierten Außenseitern ausgewählt werden sollten als von Experten. Das Aussehen des Vorsitzenden
allein entscheide jedoch nicht über den Erfolg eines großen Unternehmens, betonen Rule und Abady.
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Aktuelles
Ich finde Autos auch interessanter als Tampons
(tagesspiegel.de vom 9.01.2008)
Die Diskussion um zielgerichtete Werbung im Internet wird immer heftiger. Viele tun sich schwer damit, dass die gigantische Infrastruktur bezahlt werden muss. Je aktiver die Nutzer, desto größer der
Widerstand.
Es ist paradox: Die Werbeumsätze mit Internet-Bannern, Pop-ups und gesponserten Webseiten haben sich binnen eines Jahres auf fast eine Milliarde Euro verdoppelt und zugleich geht gerade jetzt ein
Nutzer-Aufschrei durch die sozialen Netzwerke des Internets, weil Karrieresprungbretter wie Xing, Jugendplattformen wie StudiVZ oder Communities wie Facebook verstärkt Werbung als Einnahmequelle
nutzen wollen. Gerade dort, wo sich die besonders aktiven Internet-Nutzer bewegen, scheint der Widerstand gegen die kommerziellen Pläne der Plattformbetreiber am größten zu sein. Die Internetfirmen
und Kapitalgeber stellt das vor ein Riesenproblem: "Im Kalenderjahr 2008 wird sich entscheiden, ob es die in den letzten beiden Jahren entstandenen Netzwerke schaffen, ein tragfähiges Erlösmodell zu
finden", sagt Bernd Hartmann, Unternehmensberater der Berliner Goldmedia Agentur. Denn sicher ist: Auch der weiter wachsende Werbekuchen wird nicht für alle reichen. [mehr...]
Google startet "Online Marketing Challenge" an deutschen Universitäten
(internetworld.de vom 16.01.2008)
Professoren aus ganz Deutschland haben sich mit Google zusammengetan, um Studenten in die Welt der Online-Werbung einzuführen. Mit einer praktischen Übung will die Online-Suchmaschine Google Studenten in Sachen Online-Werbung schulen. Dafür erhalten die Studenten einen Betrag von rund 135 Euro, die sie in Zusammenarbeit mit
einem realen Unternehmen in eine Google-Adwords-Kampagne investieren können. Ziel ist es, eine Strategie zu erarbeiten, die Kampagne durchzuführen, die Ergebnisse auszuwerden und dem Unternehmen
weitere Marketingempfehlungen zu geben. Anzeige:
Alle Einsendungen werden von einem internationalen Professorengremium ausgewertet, das die Gewinner auf Basis des Erfolgs der Kampagnen und der Qualität der Berichte auswählt. Sieben deutsche
Universitäten haben sich bereits für den Wettbewerb eingetragen und es bleiben noch zwei Wochen, in denen sich weitere Universitäten zur Teilnahme anmelden können. Der Wettkampf, an dem jede
Hochschule auf der ganzen Welt teilnehmen kann, beginnt im Februar 2008. Katharina Friedrich, Product Marketing Manager bei Google, sagt: "Online-Werbung ist heute eine grundlegende Anforderung im
Geschäftsleben. Trotzdem erfahren wir von Firmen, dass sie nicht über genügend Mitarbeiter mit Erfahrung im Bereich Online-Werbung verfügen. Universitäten sind ideale Orte, an denen Studenten die für
das Arbeitsleben erforderlichen praktischen Fähigkeiten erlernen können. Daher haben wir uns auf Anfragen von Dozenten und Studenten aus der ganzen Welt zusammengesetzt und die Google Online Marketing
Challenge entwickelt. Es ist eine praktische und interessante Möglichkeit, bei der sich Universitäten und Firmen in Deutschland zusammentun und das Interesse an diesem Schlüsselbereich des
Geschäftslebens anregen können."
Suchmaschinen bekommen ihr soziales Netzwerk
(welt.de vom 9.01.2008)
Was kommt dabei heraus, wenn man Suchmaschine und soziales Netzwerk verbindet? Das Ergebnis lautet "andUNITE". Die Internetseite bringt Menschen zusammen, deren Suchanfragen sich ähneln. Denn die - so
die Idee - haben dieselben Hobbys.
"Man ist, was man sucht." So könnte das Motto von andUNITE lauten, das - so gehört es zum guten Ton von Social Networks - zunächst als Beta-Version verfügbar ist. Dahinter steht die Idee, dass alle
Internetnutzer im Grunde das Gleiche tun: Sie suchen etwas. Was liegt also näher, als sich mit jenen Menschen zusammenzutun, die im World Wide Web nach denselben Dingen fahnden wie man selbst.
Das klingt einleuchtend, bei näherer Betrachtung aber auch etwas schräg. Immerhin muss man sein andUNITE-Profil nicht selbst pflegen, denn das geschieht bei jeder Suchanfrage automatisch. Da es sich
bei andUNITE selbst nicht um eine Suchmaschine handelt, werden zu Verfeinerung des Profils die Stichworte gesammelt, die man bei Google, Yahoo & Co. eingibt. Dazu sucht man entweder direkt über die
andUNITE-Webseite oder integriert die andUNITE-Toolbar als Eingabefenster in den Browser (ab Firefox 2.0 und Internet Explorer 7). Die Suchbegriffe landen dann automatisch im Profil und werden den
persönlichen andUNITE-Kontakten zugänglich gemacht.
Auf diese Weise können sich Mitglieder künftig bei der Recherche gegenseitig auf die Sprünge helfen. Aber die Betreiber haben Größeres im Sinn. Ihrer Ansicht nach ersetzt das Angebot gleich eine ganze
Reihe anderer Internet-Gemeinschaften: "andUNITE passt sich immer automatisch Deinen aktuellen Interessen an. Du musst also nicht mehr in mehreren Communities gleichzeitig Mitglied sein. Suchst Du
nach einem Musiker, findest Du sofort Freunde und andere Leute, die den gleichen Musikgeschmack haben. Suchst Du nach Infos für Deinen nächsten Urlaub, befindest Du Dich in guter Gesellschaft von
Reiseinteressierten." [mehr...]
Das Handy wird zur Bankfiliale
(spiegel.de vom 7.1.2008)
Erinnern Sie sich noch an eine Firma namens Paybox? Wahrscheinlich nicht. Das Unternehmen, an dem die Deutsche Bank zu 75 Prozent beteiligt war, hatte vergeblich versucht, das Bezahlen über
Mobiltelefone in Deutschland zu etablieren. 2003 wurde der Dienst hierzulande eingestellt. Also ab damit in die Ablage für unausgereifte Geschäftsideen?
Nicht so hastig. In Schwellen- und Entwicklungsländern verzeichnet das mobile Zahlen derzeit Wachstumsraten, die schwindelig machen. Auf den Philippinen nutzen rund 3,5 Millionen die Zahlfunktion
ihres Handys, in China gar acht Millionen; der erst im März 2007 gestartete Dienst "M-Pesa" der kenianischen Vodafone-Beteiligung Safaricom hat schon in neun Monaten eine Million Nutzer gewonnen. "Die
Leute stehen stundenlang Schlange, um sich anzumelden", sagt Vodafone-Sprecherin Caroline Dewing. Als Nächstes will Vodafone M-Pesa in Tansania und Äthiopien einführen.
Woran liegt es, dass ein und dieselbe Technik einmal floppt und ein anderes Mal Triumphe feiert? In Deutschland musste sich der damalige Paybox-Chef Mathias Entenmann regelmäßig fragen lassen, wozu
man denn mit dem Handy bezahlen solle, wo es doch Kreditkarten und Online-Banking gebe. In Afrika ist das anders: Die nächste Bank ist oft weit weg, und ein Konto haben ohnehin nur die Wenigsten.
Dafür ist ein Mobilfunknetz mittlerweile auch in entlegenen Gebieten in Reichweite. Denn selbst dort, wo es weder Telefon- noch Stromkabel gibt, lässt sich zur Not immer noch ein dieselgetriebener
Funkmast aufstellen. Safaricom hat seine Kundenzahl innerhalb von fünf Jahren von einigen Tausend auf fünf Millionen gesteigert - rund ein Siebtel der kenianischen Bevölkerung.
Herzschlag schaltet Computer an
(netzeitung.de vom 15.01.2008)
Bewegungsunfähige Menschen können mit einem Interface Computer bedienen. Wie aber wird der Computer an- und ausgeschaltet?
Für Menschen, die durch eine Behinderung vollkommen bewegungsunfähig sind oder denen einzelne Gliedmaßen fehlen, gibt es Hoffnung auf eine größere Selbstständigkeit. Seit einigen Jahren werden
Methoden entwickelt, die diesen Menschen einen Teil ihrer Unabhängigkeit wiedergeben sollen. Mit Hilfe einer Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer, dem sogenannten Brain-Computer-Interface (BCI) können die Betroffenen einfache Handlungen ausführen. Als wesentliches Problem im Umgang mit
den BCIs erweist sich dabei das an- und ausschalten der Computer. Reinhold Scherer von der Technischen Universität Graz hat sich in einer Studie diesem Problem gewidmet. Das Abschalten des BCI funktioniert relativ einfach, so kann der Benutzer mit einen gedankenkontrollierten Cursor oder Joystick einen entsprechenden Befehl geben. Das Anschalten hingegen bereit
größere Probleme, wird Scherer in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins «New Scientist» zitiert. So könnten diese Systeme zurzeit nur von einer weiteren Person aktiviert werden. Die Wissenschaftler haben sich bisher meist mit der Erkennbarkeit der Hirnströme befasst und weitgehend ignoriert, dass ein BCI nicht ständig aktiviert sein kann. Ist das BCI allerdings ständig in Funktion, könnte der Computer auch ungewollte Aktionen oder Bewegungen auslösen. [mehr...]
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