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Feature Artikel
Lautlos telefonieren per Halsband
(spiegel.de vom 15.03.2008)
Das US-Start-up Ambient hat schon vorgeführt, wie sich ein Rollstuhl per Gedankensteuerung bewegen lässt - jetzt überrascht die Firma mit einem System, mit dem man nur noch ans Sprechen denken muss,
um eine Computerstimme zu aktivieren.
Man könnte diese Geschichte aus dem Magazin "New Scientist" für einen verfrühten Aprilscherz halten: Ein Halsband, das die Nervensignale zur Stimmbandsteuerung registriert, ermöglicht Telefongespräche
ohne Sprache. Nach der Darstellung des Start-ups Ambient braucht es nur etwas Training, um per Gedankensteuerung zu telefonieren. Demnach muss man lernen, ans Sprechen zu denken, ohne tatsächlich zu
sprechen. Damit sollen die Nervensignale an die Stimmbänder aktiviert werden, ohne diese tatsächlich in Bewegung zu versetzen.
Über das Halsband können die Signale angeblich registriert werden, eine anschließende Analyse soll dann die Wörter ergeben, an deren Aussprache man gedacht hat. Die ermittelten Wörter werden von einer
Computerstimme wiedergegeben. Aktuell soll das System 150 Wörter erkennen, an einer Ausweitung des Vokabulars wird bereits gearbeitet. [mehr...]
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Aktuelles
Blut, Schweiß und Videos
(handelsblatt.com vom 12.3.2008)
Videos sind die neue Hoffnung im Internet, Marktforscher sagen ein atemberaubendes Wachstum voraus. Medien wie Werbeindustrie wollen vom Trend profitieren - doch nicht jedes Video ist im Netz
erfolgreich. "Ich hab ja schon einigermaßen Fantasie - aber dat geht mir nich in den Sinn", sagt der graumelierte Herr mit der großformatigen Brille im kantigen Akzent des Ruhrgebiets und schüttelt den Kopf. Vor
ihm liegt ein Pappschild mit dem neuen Ruhrgebiets-Werbeslogan "Ruhr n", wobei dieses n mathematisch hochgestellt ist. "Und dat soll toll sein, oder wat?", pflichtet ihm eine Dame bei.
Straßenumfrage - TV-Journalisten-Alltag. Nur dass hier kein Team des WDR durch die Fußgängerzone zieht, sondern eines von "Der Westen", dem Internet-Angebot der WAZ-Gruppe. Schon jetzt sind dort
reichlich Filmchen - im TV-Jargon steif "Bewegtbilder" genannt - zu finden: mal ein Interview mit dem Trainer des MSV Duisburg, dann ein Portrait eines sauerländischen Malers und leidlich lustige
Comedy, sogar Motorrad-Reparatur-Tipps gibt es.
Ein Erfolg? "Wir machen die gleiche Erfahrung wie auch andere Regionalverlage", sagt Katharina Borchert, Chefredakteurin des "Westens": "Die Abrufzahlen sind gut, aber nicht so gut, wie wir uns das
wünschen." Details gibt es nicht. Aber wohl bald eine prominentere Platzierung: "Wir müssen die Leute mehr auf unsere Videos aufmerksam machen." [mehr...]
Schlimmertaste
(financialtimes.de vom 9.3.2008)
Unter den vielen sinnlosen Knöpfen unserer Welt ist der Schlummerknopf einer der sinnlosesten. Verkleidet als altruistisches Geschenk an Menschen mit chronischem Schlafmangel, macht die Taste, die mit
den ersten Radioweckern in unser Leben kam, alles nur noch schlimmer.
Entweder der Wecker weckt so früh, dass man es sich leisten kann, nach dem Drücken der Schlummertaste noch ein paar Minuten weiterzudösen. Dann hätte man auch gleich länger schlafen können. Oder er
weckt so spät, dass einmal Weiterschlafen den kompletten Morgenfahrplan ruiniert.
Trotzdem war das amerikanische Sprichwort "You snooze, you lose" bislang nur eine floskelhafte Ermahnung seitens der Fleißigen. Erst jetzt wird daraus bitterer Ernst. Der W-Lan-fähige Radiowecker
"SnuzNluz" wird so eingestellt, dass er bei jedem Druck auf die Schlummertaste per Onlinebanking einen gewissen Betrag auf das Konto einer Charity-Organisation überweist.
Damit das nicht als neu aufgelegter Ablasshandel verstanden wird, funktioniert SnuzNluz so: Beim Konfigurieren des Weckers muss aus der Liste von über 6000 Non-Profit-Organisationen die verhassteste
ausgewählt werden. Kürschner spenden also an Peta, FDP-Abgeordnete an Attac, VW-Betriebsräte an Transparency International ... Kein Wecker klingelt so früh, als dass man dann nicht lieber doch
aufsteht. Schlummerkasten SnuzNluz lässt Langschläfer an ihre Feinde spenden, Think Geek, 40$, www.thinkgeek.com
Neues Leben im Plakat
(stern.de vom 8.3.2008)
Mal wieder hängen neue Werbeposter in der Stadt, ein Kinofilm wird damit beworben. Der Blick fällt kurz darauf, dann geht man weiter. So war es bislang. Doch was wäre, wenn das Pappplakat plötzlich
zum Leben erweckt würde? Und ohne weiteres Zutun eine Art Film vor dem Zuschauer abliefe?
Werbeplakte auf denen sich die Motive bewegen - das klingt wie ein schlechter Scherz aus einem B-Movie. Doch nun ist es Wirklichkeit geworden: das holographische und dreidimensionale Kinoposter. Seit
Ende Januar bewirbt man damit in den USA den Paramount-Streifen "How She Move". Besonderer Clou: weder eine spezielle Brille, noch andere Hilfsmittel sind notwendig, um die fotorealistischen Clips an
zehn Kinos zu sehen. stern.de hat sich die Technik, die dahinter steckt einmal erklären lassen.
Es ist also ein Tanzfilm, der für eine kleine Werbe-Revolution sorgt. Der Film heißt "How She Move." Mit ihm läutet die Werbe-Industrie wohl das von ihr herbeigesehnte 3-D-Zeitalter in der
Plakat-Werbung ein. [mehr...]
Erst ins Internet, dann zum Arzt
(handelsblatt.com vom 12.3.2008)
Medizinisches Fachwissen stand lange Zeit nur Eingeweihten offen. Inzwischen schrumpft die Wissenslücke zwischen Patient und Arzt. Im Internet gibt es Informationen zu Krankheiten aller Art - von
Alzheimer bis zu Zahnschmerzen. Nie war es einfacher, sich über den eigenen Körper schlau zu machen. Doch die Web-Recherche birgt auch Risiken. Als Kirstin H. vor Schmerzen gekrümmt zu ihrem Hausarzt wankte, musste sie ihm selbst den entscheidenden Tipp geben. Dass eine 25-Jährige Gallensteine haben könnte, mochte der Mediziner nicht glauben.
Doch nach ihrer Internet-Recherche wusste die Studentin aus Hamburg, dass junge Menschen sehr wohl betroffen sein können, wenn sie eine bestimmte Stoffwechsel-Krankheit haben - wie Kirstin. Beim
näheren Hinsehen fand der Arzt das Problem. Nach eingehenden Untersuchungen wurde die Gallenblase entfernt.
Medizinisches Fachwissen stand lange Zeit nur Eingeweihten offen. Doch die Wissenslücke zwischen Patient und Arzt schrumpft. Denn im Internet gibt es Informationen zu Krankheiten aller Art - von
Alzheimer bis zu Zahnschmerzen. Nie war es einfacher, sich über den eigenen Körper schlau zu machen. [mehr...]
Roboter-Fledermaus für den Häuserkampf
(golem.de vom 18.3.2008)
Die Universität Michigan hat Forschungsgelder für ein auf fünf Jahre angelegtes Forschungsprojekt erhalten, das zum Ziel hat, ein winziges Roboter-Spionageflugzeug mit einer Länge von gerade einmal 16
cm zu entwickeln, das äußerlich einer Fledermaus ähnelt. Die US-Armee will das Flattervieh nutzen, um aus städtischen Kampfgebieten visuelle Informationen aus geringer Höhe zu erhalten. Diese Überwachungsbilder sollen aber nicht das Einzige sein, was die
Kampf-Fledermaus empfangen kann. [mehr...]
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