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Sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zur aktuellen Ausgabe unseres Newsletters. diese Mail geht an ca. dreitausend Menschen aus der Online-Branche, Grund genug hier mal ein paar Wünsche zu äußern. Bin ich der Einzige, der sich ein Plattform wünscht, auf der man alle in nächster
Zeit anstehenden Flüge eingeben kann und die dann die optimalen Ticketkombinationen rausfindet, um diese Segmente möglichst günstig abzufliegen? Selbst wenn ich der Einzige wäre, der Flugkosten sparen
möchte, so müsste es doch Tausende geben, die gern ein Tool hätten, mit dem sie zwei Texte einfach auf Unterschiede prüfen können. Und was ist mit einem Tool, das mir sagt, welche Ausrede ich letztes
Mal benutzt habe, um beim Abendessen mit meiner Schwiegermutter abwesend zu sein? Wenn Sie Ideen für Tools haben, die jeder braucht oder wenn Sie Interesse haben diese zu entwickeln, dann schicken Sie uns eine Mail an info@cribb.de. Bei ausreichend Resonanz laden wir zu einer Runde in Hamburg ein, bei der sich Ideengeber, Entwickler und Geldgeber über die vielversprechendsten Konzepte austauschen können. Nun wünsche ich viel Spaß mit unserem Newsletter! Ihr Dwight Cribb
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Feature Artikel
Die Masse macht's
(zeit.de vom 15.8.2008)
Millionen von Internetnutzern helfen durch die Beantwortung lästiger Sicherheitsabfragen, ganze Bibliotheken zu archivieren. Ohne, dass sie davon etwas merken Digitalisierung "Bitte geben Sie die zwei Wörter ein, um Ihre Anmeldung abzuschließen." Jeder, der ein kostenloses E-Mail-Konto hat oder bei sozialen Netzwerken wie Facebook surft, musste sie schon einmal lösen:
Captchas. Die Bilder von verzerrten und geschwungenen Wörtern dienen als Kontrolle, ob hier ein Mensch oder ein Computer versucht sich einzuloggen. Was oft so lästig erscheint, soll vor Datendieben
schützen und gefährliche Spamprogramme daran hindern, das eigene Postfach vollzumüllen.
Leider, findet Captcha-Miterfinder Luis von Ahn, sei das Verfahren ineffizient. "Jeden Tag werden weltweit etwa 200 Millionen Captchas gelöst, das sind jedes Mal zehn Sekunden Zeit, die verschwendet
werden", sagt der Informatik-Professor an der Universität in Pittsburgh. Deswegen hat er ein neues Programm entwickelt und sich damit eine Vision erfüllt: Er holt die verlorene Zeit zurück und stellt
sie in den Dienst der Menschheit.
Wie die Software mit dem Namen Recaptcha funktioniert, erklärt von Ahn im Wissenschaftsmagazin Science: Es hilft, ausgeschriebene Wörter zu identifizieren, die normale Texterkennungsprogramme nicht
lesen können. Die eigentliche Arbeit machen dabei Blogger, E-Mail-Schreiber und Mitglieder von sozialen Netzwerken, die die unlesbaren Wörter in Form von Captchas erkennen dann die korrekte Bedeutung
per Tastatur eingeben. Schon liegt das Wort als Textdatei vor und nicht mehr, wie zuvor, als reine Bilddaten ohne Bedeutung.
Doch warum das Ganze? Derzeit arbeiten mehrere Projekte weltweit daran, Bücher zu digitalisieren, um das Wissen, das in ihnen steht, haltbar zu machen und so vor dem Verfall zu retten. Dies wird
möglich, indem große Buch-Archive eingescannt werden. Das Problem beim Digitalisierungsprozess: Um den Speicherplatz möglichst klein zu halten, werden die Buchseiten zwar zunächst als Bilder gescannt,
später aber als Text gespeichert. Leider aber sind die Programme zur Texterkennung längst nicht frei von Fehlern: Buchstaben werden falsch gelesen, Wörter nicht erkannt und letztlich geht Wissen
verloren.
"Das Menschheitswissen digital zu speichern und es jedem zugänglich zu machen, ist eines der wichtigsten Dinge, die wir tun können", sagt von Ahn. Millionen von Wörtern aus den Büchern ganzer
Bibliotheken hat der Informatiker mithilfe seines Programms bereits digitalisieren lassen. Die gescannten Bilder aller unerkannten Wörter werden gesammelt und auf die verschiedenen Seiten mit
Recaptcha-Software verteilt. Von dort kommen dann die hoffentlich richtigen "Übersetzungen" zurück. So löst die Masse der Netznutzer haufenweise Worträtsel, ohne dass es für den Einzelnen ein großer
Aufwand wäre. Ein Phänomen, das als "Crowdsourcing" beschrieben wird. [mehr...]
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Aktuelles
Soziale Netzwerke breiten sich auf Handys aus
(derstandard.at vom 5.8.2008)
Mobiles Bloggen und Netzwerken mit Twitter, Facebook und Co boomt - Dienste müssen einfach zu handhaben und günstig sein
Die sozialen Netzwerke erleben einen schier unaufhaltsamen Aufstieg und gewinnen in der Internetgemeinde immer mehr begeisterte Anhänger. Da verwundert es nicht, dass die Netzwerker für ihre Freunde
und Geschäftspartner auch jederzeit am Handy verfügbar sein wollen. Derzeit nehmen rund 50 Millionen Menschen auf der ganzen Welt mobile Social-Networking-Dienste in Anspruch, dies entspricht rund 2,3
Prozent der Handybesitzer.
Zukunftsträchtig
Dieser anwachsende Trend wird sich nach Auffassung des britischen Marktforschungsunternehmens Informa Telecoms auch in Zukunft weiter fortsetzen. So prognostiziert eine aktuelle Analyse, dass bis zum
Jahr 2012 mindestens 12,5 Prozent der weltweiten Mobiltelefonierer derartige Angebote nutzen werden, optimistischer geschätzt seien allerdings durchaus auch 23 Prozent möglich.
In Europa verwenden 30 Prozent aller Handynutzer, die einem Online-Netzwerk angehören, ihre Mobiltelefone für den Zugriff auf soziale Netzwerke, sei es zum Senden von Nachrichten, Anzeigen von Bildern
oder sogar zum Hinzufügen von neuen Kontakten zu ihren Netzwerken. Mehr als 40 Prozent des Datenverkehrs über Mobiltelefone und Smartphones haben mit Networking zu tun, fand der der norwegische
Softwarehersteller Opera nach Auswertung des Datenverkehrs auf seinen Servern heraus. [mehr...]
Den Klang des Kölner Doms durchs Land gebeamt
(stern.de vom 31.7.2008)
Erstmals wurde ein Konzert mithilfe der so genannten Wellenfeldsynthese-Technik aus dem Kölner Dom live an die TU Berlin übertragen. Diese neue Art der Klangerzeugung soll einen perfekten Sound
vermitteln und hat den kleinen Hörsaal in eine riesige Kirche verwandelt - akustisch.
Wer den Hohen Dom zu Köln kennt, der weiß: Hier findet man eine ganz besondere Akustik. Am Dienstagabend erfüllte Domorganist Winfried Bönig die Gewölbe mit Olivier Messiaens "Livre du Saint
Sacrement", einer der bedeutendsten Orgelkompositionen des 20. Jahrhunderts. Doch nicht nur in Köln kamen zahlreiche Zuhörer in einen einzigartigen akustischen Genuss. Parallel verfolgten mehr als 600
Menschen im Hörsaal H 104 der Technischen Universität Berlin die Aufführung. Erstmalig wurde ein Konzert mithilfe der Wellenfeldsynthese-Technik in Echtzeit an einen anderen Ort übertragen und
aufgeführt. Wer im Hörsaal die Augen schloss, glaubte, er säße wahrhaftig in den Reihen des Kölner Doms.
Akustischer Holografie-Effekt Prof. Stefan Weinzierl vom Fachbereich Audiokommunikation an der TU Berlin erklärt die Funktionsweise: "Wir arbeiten hier nicht mit einzelnen Lautsprechersignalen wie beispielsweise bei einer
Stereoanlage, sondern mit virtuellen Schallquellen." Die Schallquelle ist nicht, wie bisher üblich, der Lautsprecher selbst, sondern entsteht virtuell durch die Überlagerung verschiedener
Schallwellen. Weinzierl: "Eine Software berechnet automatisch, welche Lautsprecher abstrahlen müssen, um diese virtuelle Schallquelle an einem bestimmten Punkt im Raum entstehen zu lassen." Diese
Technik erzeugt einen akustischen Holografie-Effekt, die authentische Reproduktion beispielsweise der Akustik des Kölner Doms.
Dazu bedarf es einer Vielzahl von Lautsprechern. Der Hörsaal 104 der TU Berlin ist seit 2007 mit der größten Wellenfeldsynthese-Installation der Welt ausgestattet. Ein 86 Meter langes Band von 2700
Lautsprechern umsäumt den Raum. Den Hörern in Berlin entstand so ein Klangbild des Messiaen-Konzerts, das dem zur selben Zeit stattfindenden Konzert im Kölner Dom in all seinen akustischen Features
beinah 1:1 glich. Einfach war es keinesfalls, ausgerechnet die Akustik des Kölner Doms als Vorlage für die erste akustische Live-Holographie zu verwenden. Weinzierl: "Besonders die drei Orgelwerke die
an verschiedenen Orten im Dom stehen, sind eine besondere Herausforderung. [mehr...]
Festplatte mit sozialer Ader
(nzz.ch vom 12.8.2008)
Das Zürcher Startup-Unternehmen Wuala lanciert ein innovatives Online-Speicher-System Diese Woche geht das Internet-Projekt Wuala der Zürcher Firma Caleido mit einer innovativen Online-Speicher-Lösung an den Start. Das in den USA bereits aufmerksam beobachtete Projekt von
ETH-Absolventen nutzt die Festplatten seiner Kunden als Datenspeicher. set. Dank schnellen und nahezu überall verfügbaren Internet-Verbindungen boomen Dienste, welche Datenspeicher auf einem Internetserver anbieten. Der Vorteil sind ein sicheres Back-up wie auch die
Möglichkeit, von jedem Rechner aus auf Dokumente zuzugreifen. Online-Speicher bieten viele Firmen wie etwa Amazon, Mozy Box.net, Sugarsync, Xdrive und Dutzende andere an. Die Auslagerung von Daten
birgt auch Risiken. Im Juli ging Amazons S3 wie im Februar schon einmal in die Knie. Die Kunden hatten acht Stunden keinen Zugang zu ihren Daten - nicht unbedingt eine vertrauensbildende Massnahme für
einen neuen Industriezweig. Ein Fiasko dieser Art sollte dem Newcomer Wuala nicht passieren.
Tranchiert und verschlüsselt Die Firmengründer Dominik Grolimund und Luzius Meisser, beide studierten an der ETH Zürich Computerwissenschaft, sehen beste Chancen, im noch jungen Markt Fuss zu fassen, da Wuala in vielerlei
Hinsicht anders ist als die Konkurrenz. «In der Summe der Funktionen, die wir anbieten, sind wir einzigartig und damit stark positioniert», meint CEO Grolimund. Wuala - abgeleitet vom französischen
«voilà» - setzt auf eine adaptierte Form des Filesharing-Prinzips (P2P), das auch Tauschbörsen nutzen. Für ihren Speicherdienst, der am Donnerstag lanciert wird, hat die Zürcher Firma Caleido eine
Technik entwickelt, welche Daten nicht nur auf eigenen Servern lagert. Wuala kopiert jede Datei auf einige hundert Rechner des Netzwerkes, das die Benutzer selber bilden, indem sie einen Teil ihrer
Festplatte als Speicher zur Verfügung stellen. Nach mathematischer Wahrscheinlichkeit ist es so praktisch unmöglich, dass alle Rechner gleichzeitig offline sind, zudem gibt es immer auch ein Back-up
auf den Servern des Jungunternehmens. [mehr...]
Online-Koffeintest
(ftd.de vom 17.8.2008)
Testen statt trinken: Ein Onlinetest verspricht, den Koffeinlevel zu ermitteln. "Schlaf ist kein adäquater Ersatz für Koffein", da hat der anonyme Aphoristiker schon recht. Aber andererseits sind acht Stunden Koffein auch kein Tag. Bei Kaffee-Power-Usern - und kennt man noch
arbeitende Menschen, die das nicht sind? - kippt irgendwann der Biorhythmus. Von einer Tasse auf die andere weicht das angenehm hibbelige des Koffeinflashs einer Kombination aus Herzflattern,
Schweißausbrüchen und Kopfschmerzen: Überdosis. Um es so weit nicht kommen zu lassen, kann der eigene Koffeinlevel inzwischen auch online getestet werden. Schnell und schonungslos offenbart die
Website The Caffeine Test, wo man gerade liegt auf der Skala von "Slight Buzz" bis "Near Death". Um das herauszufinden, klickt man 30 Sekunden lang - so schnell es Zeigefinger und Feinmotorik erlauben
- mit dem Mauszeiger in die Testfläche der Website.
Je mehr Koffein im Kreislauf, so die Theorie der Tester, desto mehr Klicks produziert der Proband. Der Autor erreichte gegen 11 Uhr vormittags 162 Klicks und damit die Koffeindiagnose: "Extremely High
- Excessive Energy, Spastic". Die nächste Stufe wäre "Paranoid", danach "Delusions of Godhood". Das könnte einen besorgt sein lassen. Aber lässt sich nicht auch argumentieren, dass sich mit steigendem
Kaffeekonsum die Klickgeschwindigkeit verringert? Schließlich verlaufen Zittern und Klicken meist asynchron. Dann würde das jetzige Ranking eine massive Unterversorgung mit Koffein bedeuten. Und
darauf muss man dann doch erst mal einen Kaffee trinken.
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