Die Führungsgremien sind in Bewegung und Digital-Know-how eine zentrale Kompetenz der neuen Vorstände. Rund 120 haben das jeweilige Unternehmen verlassen, kamen neu ins Unternehmen, stiegen intern auf oder haben ihren Vertrag verlängert.

Interessant dabei: Rund die Hälfte der neu berufenen Vorstände konnte vorab Erfahrung in der Digitalwirtschaft sammeln. Bei denjeniden, deren Vertrag verlängert wurde, hat nur einer von drei Vorständen Digitalerfahrung.

Digital Advisory Board Summit, 1. Februar 2017 – Personalberatung Cribb organisiert exklusive Wissensplattform für zukunftsgewandte Unternehmen und Digital Advisors. Im Bild (v.l.): Nico Lumma (COO, Next Media Accelerator); Tim Milde (Managing Director, kloeckner.i); Christian Hoppe (Founder Director & Geschäftsführer, main incubator); Manuel Gerres (Managing Director, Deutsche Bahn Digital Ventures); Dr. Miralem Gazibegovic (Corporate Entrepreneur, Deutsche Telekom)

Damit wird deutlich, dass das ob keine Frage mehr ist: Positiv sei immerhin, dass die Konzeptphase beim Thema Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft bereits vorbei sei, sagt Dwight D. Cribb, Inhaber der gleichnamigen Hamburger Agentur, die sich auf die Vermittlung von Führungskräften mit digitaler Qualifizierung spezialisiert hat. Vor drei oder vier Jahren hätten sich viele Unternehmen dagegen noch gefragt, ob sie bei der Digitalisierung überhaupt mitmachen müssten.

„Es geht nicht darum, Scheitern zu lernen, sondern ein Mindset zu kreieren, dass Scheitern erlaubt. Aber am Ende geht es immer um das Gewinnen“
Astrid Maier, WirtschaftsWoche

Bleibt noch die Frage des wie zu erklären. Denn mehr als zwei bis drei Jahre hielten es die neuen Digitalvorstände in ihren Positionen nicht aus. Zu groß sei der Widerstand in den eigenen Reihen, gegen den diese ankämpfen müssten.

Der Artikel erschien am 16. Februar 2017 online bei DIE WeLT.