Wir schrieben das Jahr 2009 als Simone Ashoff von Jung von Matt kommend sich entschied, eine Schule aufzumachen. Keine gewöhnlich Schule – sondern eine gute. Für den digitalen Wandel. Und nun, da jedes Medium von der Digitalen Transformation schreibt, versteht auch der Letzte, dass es die richtige Entscheidung war. Die Qualität der Programme und Dozenten ist stets herausragend. Das Ambiente hat Retro-Charme, die Website in Form eines Schulheftes – man merkt dann doch deutlich die lange Zeit in Deutschlands kreativster Agentur… Vom Digital Camp über Updates bis hin zu mehrtägigen Workshops, wie die HR-Safari im Oktober 2015 ist für jeden Lernwilligen was dabei. Unprätentiös, mit Liebe zum Detail und zur Perfektion agiert Simone mit ihrer Schule und wenn Sie es noch nicht getan haben – so sollten Sie sie alsbald ausprobieren… Viel Spaß beim Kennenlernen dieser aussergewöhnlichen Frau.

Ein schönes Sommerwochenende

Ihr
Harald R. Fortmann

Simone Ashoff, Good School

1) Was wolltest du als Kind werden?

Erst irgendwas mit Tieren, dann Schriftstellerin, dann Theaterschauspielerin.

2) Wie würden deine Mitarbeiter deinen Führungsstil beschreiben?

Keine Ahnung, und ich habe auch nicht extra für dieses Interviews nachgefragt. Aber die wichtigste Regeln bei uns lautet: „Hab Spaß an dem, was Du tust. Wenn nicht, tu’s nicht.“ Die hat jeder von uns verinnerlicht und damit führe ich auch. Ich suche also für alles, was getan werden muss, jemanden, der es richtig richtig gern tut. Und dann lass ich ihn einfach machen und mache wieder selber, was ich gern tue.

3) Und wie du selbst?

Ich verhalte mich meistens so, wie ich es auch von meinem Chef erwarten würde – wenn nicht, entschuldige ich mich dafür.

4) Stichwort War for Talents: Wie gelingt es dir, die besten Mitarbeiter zu finden?

Wir suchen wirklich pausenlos nach potenziellen neuen Kollegen – unabhängig von offenen Stellen oder Job Descriptions. Und da wir stark vernetzt arbeiten, lernen wir auch beinahe täglich neue Menschen kennen. Häufig inspirieren uns genau diese neuen Kontakte, darüber nachzudenken, welche Kompetenzen oder Persönlichkeiten wir noch in unserem Team brauchen könnten. Wenn wir dann jemanden treffen, der etwas kann, das die Good School besser macht, und der zu uns passt, schauen wir, ob und wie wir mit demjenigen so schnell und so gut wie möglich zusammenarbeiten können. Egal ob in festen oder freien Strukturen.

5) Und wie hältst du sie?

Chefs, Führungskräfte und Talente digital fit machen, einzigartige Lernprogramme und -formate mit den besten digitalen Köpfen weltweit entwickeln und umsetzen … für den, der spannend findet, was wir tun, ist der Job jeden Tag Spaß und neue Herausforderung. Vor allem weil sich unsere Aufgabe als Good School ständig verändert und weiterentwickelt. Und weil wir mit faszinierenden Menschen zu tun haben. Weil wir uns ständig mit allen neuen Trends, Technologien und Strömungen auseinandersetzen dürfen. Wir müssen also täglich neugierig, lernbereit, kreativ und menschenfreundlich sein – nichts daran fühlt sich wie Arbeit an. Darüber hinaus haben wir täglich Smoothies, eine eigene Physiotherapeutin, die schönsten Arbeitsräume im Hamburger Schanzenviertel und das schönste Klassenzimmer der Welt. Und wir bieten nicht nur Weiterbildung an, sondern bilden uns auch selbst permanent weiter.

6) Was bedeutet der digitale Wandel für dich im Alltag und auf der Arbeit?

Der digitale Wandel ist der Inhalt unseres Jobs. Schließlich hilft die Good School Unternehmen dabei, digitale Kompetenz aufzubauen. Aber wir unterliegen auch selber der digitalen Transformation: der sich exponentiell verhaltende Fortschritt sorgt dafür, dass Wissen immer schneller veraltet und das, was die Good School heute vermittelt, morgen möglicherweise schon wieder gestrig ist. Wir müssen unser Produkt also kontinuierlich à jour halten.

7) Die Risiken der Digitalisierung stehen oftmals im Vordergrund, wir möchten das Positive herausheben. Welche Chancen ergeben sich deiner Meinung nach durch sie?

Just in diesem Moment müssen wir uns mit massiver Internet-Bespitzelung und der digitalen Verletzung von Menschenrechten befassen. Ein schwieriger Zeitpunkt, um das Positive zu sehen. Ich versuch’s trotzdem, allerdings im Konjunktiv: Die Digitalität könnte uns helfen, unsere physikalischen und menschlichen Begrenzungen aufzuheben und die Welt besser zu machen. Ärzte könnten besser diagnostizieren, Schüler besser lernen, Alte könnten besser gepflegt werden. Singles könnten vielleicht mit höherer Wahrscheinlichkeit die Liebe ihres Lebens und Leidende Leidensgenossen, die ihr Leiden erträglicher machen, finden. Forscher könnten ergiebiger forschen und Künstler könnten sich gegenseitig kreativ explodieren lassen. Menschen könnten flexibler arbeiten und mehr von dem tun, was sie eigentlich wollen. Und Politiker und Unternehmen könnten viel besser für den da sein, für den sie eigentlich da sind: den Menschen. Das Risiko am Fortschritt ist nicht der Fortschritt. Das Risiko sind wir Menschen. Wir tun einfach zu häufig nicht das Richtige.

8) Welche Schritte in Richtung digitale Transformation hast du in deinem Unternehmen angestoßen?

Die wichtigsten:
1. Wir probieren alles Neue und Alte aus (Tools, Methoden, Organisationsformen).
2. Wir sind veränderungsbereit (auch wenn es manchmal wirklich weh tut).
3. Wir sind entschlossen neugierig auf alles, was geschieht und geschehen wird.
4. Wir wünschen uns außerdem auch Dinge für die Zukunft und setzen alles daran, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen.

9) CEO, CDO, CIO, CTO, CMO, CFO, … – wer sollte die Digitalisierung der Unternehmen vorantreiben und warum?

Alle. Weil die Digitalisierung für das komplette Unternehmen relevant ist und kein Ressort und keine Division auslässt.

10) Wandel ist stets eine Herausforderung. Wie kann es gelingen, dabei alle Mitarbeiter mitzunehmen?

Ich glaube nicht, dass es gelingt, wirklich alle Mitarbeiter mitzunehmen.

11) Digitaler Enthusiasmus ist für dich?

Ich habe mich vor mittlerweile über 20 Jahren ins Internet verliebt. Ich habe nicht jede Sekunde mit dem Internet genossen. Ich könnte mir trotzdem keine Sekunde ohne das Internet vorstellen

Vielen Dank, Simone!

Simone Ashoff im Netz: Good School, LinkedInXING

Vorherige “Digital-Checks”:

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